"Staatliche Geschwister- Scholl- Regelschule"

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Schulgeschichte

Ende 19. Jh.         Ankauf des Grundstücks, auf dem ehemals das Gut "Magdeburger Hof"
                             gestanden hatte, durch die Stadt Bad Blankenburg

 Dez. 1898           Beginn der Bauarbeiten

Schule

1900 Vollendung des Baus

23.4.1900                 Feierliche Einweihung der neuen Schule durch Rektor Stier

April 1907                Abschaffung der öffentlichen Osterprüfung
                                 Bau des Fröbelhauses neben der Schule

September 1907       Der Brauch, dass Mädchen der 1. Klasse bei Taufen anwesend
                                sind, wird aufgehoben, Lehrer werden nicht mehr zu kirchlichen
                                Verrichtungen herangezogen

1908                        Einführung einer Abschlussfeier anstelle der öffentlichen Prüfung

1911                        Rektor Stier geht, Rektor Oschütz übernimmt die Schule

27. Oktober 1913    Einweihung des neuen Schulanbaus

seit 17. Dez. 1918    Militärische Einquartierung - unterbrochener Unterricht bis 27. Januar 1919

8. Aug. 1923            Eine Besprechung über den beabsichtigten Ausbau des Kellergewölbes
                                und des darin befindlichen Turngelasses zu Wohnungen findet statt

1924                        Zu Ostern scheidet Rektor Oschütz aus, Rektor Schmidt
                                übernimmt die Schule

1928                        Die Verwendung von Schiefertafeln mit 8 Doppellinien wird beschlossen

1928/29                   Die Schülerstärke beträgt 425 (198 Jungen und 227 Mädchen) nach
                                dem 31.3.1929 beträgt die Gesamtschülerzahl 464
                                (223 Jungen und 241 Mädchen)

20. Nov. 1928         Beschluss einer Eingabe an den Stadtrat betreffs der Erweiterung
                                und Einebnung des Schulplatzes entsprechend der beim Erweiterungsbau
                                des Fröbelhauses (vor drei Jahren) erfolgten Festsetzung des bisherigen
                                Knabenschulhofes und des Fröbelgartens bis zur Bachgrenze

März 1929               Knaben und Mädchen werden jetzt auch vom 6.-8. Schuljahr
                                gemeinsam unterrichtet

1936/37                   Herr Vetterlein wird Rektor der Schule

Oktober 1944          Die Volksschule wird Lazarett

1945                        Während der amerikanischen Besatzung wurden in Bad Blankenburg keine
                                Vorbereitungen zur Wiederaufnahme des Unterrichts getroffen. Sie begannen
                                 erst nach der Besetzung durch die Rote Armee. Auf Anregung des
                                sowjetischen Militärkommandanten wurde vom Bürgermeister,
                                Herrn Krätzschmar, ein Elternrat gebildet, der bei der Räumung und
                                Neueinrichtung der Volksschule helfen sollte. Der Unterricht konnte nicht
                                sofort wieder aufgenommen werden, weil politische und ideologische
                                Vorbereitungen nötig waren und auch die materiellen Voraussetzungen
                                erst geschaffen werden mussten. Aus der Schule waren alle militaristischen
                                und faschistischen Tendenzen zu entfernen. Alle Lehrer, die Mitglied der
                                NSDAP gewesen waren, mussten entlassen werden. Im ganzen ehemaligen
                                Kreis Rudolstadt war vor der Reinigung des Lehrkörpers nur ein Lehrer
                                 nicht Mitglied der NSDAP. Durch Lehrerinnen und Umsiedler erhöhte
                                sich ihre Zahl auf 20.

25.8.1945                Befehl 40 der Sowjetischen Militär-Administration, er enthielt eine Fülle von
                                Aufgaben, die auf dem Gebiet des Schulwesens zu lösen waren.

1.10.1945               707 Schüler und 13 Lehrer begannen wieder mit dem Unterricht 6 Lehrer
                               waren ehemalige Mitglieder der NSDAP; sie wurden im Laufe des
                               Schuljahres 1945/46 fast alle ausgewechselt, Schulleiter wurde
                               Herr Helbing

1946                      Die Schüler erhielten als Schulspeisung täglich ein sogenanntes
                              Schulbrötchen

1946/1947             In Bad Blankenburg unterrichten 9 Altlehrer und 12 Neulehrer.
                              Es gab große Disziplinschwierigkeiten, durch die Kriegswirren waren die
                              meisten Schüler überaltert und der Bildungsstand sehr niedrig.
                              Die Klassenstärken lagen bei 45 und z.T. erreichten sie sogar 60 Kinder.
                              Die Neulehrer unterrichteten 30 Wochenstunden an 5 Tagen
                              (1 Tag war frei für die eigene Ausbildung); es gab
                              kein Fachlehrersystem, der Klassenleiter unterrichtete alle Fächer. Die Schüler
                              der 8. Klasse waren teilweise älter als ihre Lehrer. Die Gemeindevertreter
                              beschlossen, den Lehrern für die Vorbereitung das Zimmer 12 des Rathauses
                              zur Verfügung zu stellen. Die Lehrmittellage war katastrophal, Papier war
                              Mangelware (pro Schüler gab es 2 Hefte im Jahr). Man verwendete
                              Papierabfälle, schrieb sogar auf Zeitungsränder. Bis 1948 mussten auch die
                              Schüler der 4. Klassen noch auf Schiefertafeln schreiben. Die Fenster der
                              Volksschule waren mit Igelit bespannt, im Winter fehlte das Brennmaterial.

7.3.1946                Die FDJ wurde als Massenorganisation fortschrittlicher Jugendlicher gegründet.
                              Dadurch wurde aus dem gleich nach dem Zusammenbruch von zwei Mitgliedern
                              des Antifaausschusses Bad Blankenburgs gebildeten antifaschistischen
                              Jugendausschuss die erste FDJ-Gruppe Bad Blankenburgs. In der
                              FDJ-Ortsgruppenleitung arbeiteten 3 Lehrer mit

12.6.1946              Der Thüringer Landtag verabschiedet das Gesetz zur Demokratisierung
                              der deutschen Schule. Daraufhin wurden in Bad Blankenburg Eltern-
                              versammlungen, Lehrerkonferenzen und Schülerversammlungen
                              durchgeführt

1947/48                Mit dem steigenden Lebensstandart und der Normalisierung
                             Wirtschaftslebens in der sowjetischen Besatzungszone verbesserten
                             sich auch die Unterrichtsbedingungen. Die Zahl der neuausgebildeten Lehrer
                             stieg, der bessere Gesundheitszustand der Kinder ermöglichte höhere
                             Leistungen. Mehr Unterrichtsmittel konnten bereitgestellt werden. Durch
                             die Umsiedler hatte sich die Einwohnerzahl erhöht. Es fehlten Klassenräume

1948                     Ausbau von neuen Klassenräumen im Keller der Volksschule

1.12.1948             Eine Schulschwester nimmt ihren Dienst auf

13.12.1948           Gründung des Verbandes der Jungen Pioniere, seit April 1949 auch
                             in Bad Blankenburg

März 1949            Die fortschrittliche Elternschaft gründet den Verein "Freunde der
                             neuen Schule"

1949                     Für 23 Klassen mit ca. 1000 Schülern gab es 14 Klassenräume.
                             Baumaterial für eine neue Schule wurde nicht bewilligt. Der Rat der Stadt kaufte
                             für 400 000 DM das Sanatorium Dr. Warda". Ein Gebäude des Sanatoriums
                             wurde durch den Rat der Stadt als Grundschule ausgebaut

30.6.1949            Es erfolgte eine Neubenennung der nunmehr zwei Blankenburger Schulen:
                            die Grundschule in der Bähringstraße wird zur "Geschwister-Scholl-Schule",
                             die Wardaschule wird zur "Karl-Marx-Schule"

26.8.1949             Die Gemeindevertretersitzung beschloss, den Jungen Pionieren das Haus
                             Thälmannstraße 20 als Heim zur Verfügung zu stellen

1.9.1949             Herr Matthies wird Direktor der "Geschwister-Scholl-Schule";
                            Russisch wird als 1. Fremdsprache eingeführt

Nov. 1949            Eine "Pädagogische Woche" findet in Bad Blankenburg statt.
                             Sie beginnt mit zwei Tagen öffentlichen Unterrichts in den Schulen
                             öffentlichen Spielstunden in den Kindergärten

1.4.1950               Einführung einer warmen Schulspeisung

1957/58              Herr Weigel übernimmt für ein Jahr die Leitung der Schule

ab 1959                Die Grundschule wird zur Polytechnischen Oberschule (POS)

1958/1961         Herr Zachariae leitet die POS "Geschwister Scholl"

ab 1961             Herr Schneider wird Direktor - er leitet die Schule 19 Jahre lang

1980-1990         Herr Heuchert leitet die Schule

1989/90                Friedliche Revolution in der DDR (Wende)
                             Herr Münsberg wird neuer Schulleiter (ab 1.8.1990)

Dez. 1989             Nach Öffnung der Grenzen wird der Sonnabendunterricht gestrichen.

1991                     Im Zuge der Umgestaltung der Strukturen im Bildungswesen hin zum
                             dreigegliederten Schulsystem wurden auch in Thüringen Gymnasial-,
                             Real- und Hauptschulklassen gebildet. Allerdings nur in Thüringen
                             entstanden die Regelschulen, d.h. Real- und Hauptschüler lernen in
                             einer Schule, sozusagen unter einem Dach. Die POS
                             "Geschwister-Scholl" wurde eine solche Regelschule, die POS
                             "Friedrich Fröbel" wurde Gymnasium, die Grundschüler wurden
                             noch bis zur Fertigstellung ihrer neuen Schule, im August 1992, im
                             Flachbau in der Schwarzburger Straße unterrichtet. Dies bedeutete,
                             dass ein Großteil der ehemaligen Fröbelschüler und auch viele Lehrer
                             in die Regelschule wechselten. Damit aber war die Schule einfach zu
                             klein geworden. Ein Anbau, schon länger angedacht, wurde nun beschlossen
1991                     Die Schule geht aus städtischer Trägerschaft in die des Landkreises über

18. Mai 1992        Die Firma Strabag begann mit der Erschließung der Baustelle

3. Juli 1992           Feierliche Grundsteinlegung

30.11.1992           Richtfest wird gefeiert

15.9.1993             Feierliche Einweihung des neuen Schulanbaus

24.1.1995             Gründung des Schulfördervereins

8. Juni 1999          Feierliche Gedenkveranstaltung anläßlich des 100. Jahrestages
                              der Grundsteinlegung im Fröbelsaal des Rathauses

7.-12.4.2000        Festwoche zum 100jährigen Schuljubiläum

8.4.2000              Große Festveranstaltung in der Konferenzhalle des Allianzhauses
 
 

Quellen: Archivmaterialien der Schule
 

Monika und Klaus Schäfer "Die Schulentwicklung in Bad Blankenburg

von 1945 bis 1949", freundlichst bereitgestellt vom Stadtarchiv

Bad Blankenburg

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